Imagefilm drehen: Der komplette Leitfaden 2026
Videoproduktion·10 Min.

Imagefilm drehen: Der komplette Leitfaden 2026

Imagefilm drehen: Vorbereitung, Drehtag-Ablauf und typische Fehler. Praxis-Tipps von FIUMU mit Checkliste für Ihren ersten Imagefilm-Dreh.

Daniel Brosowski
Daniel Brosowski

Gründer & Geschäftsführer

Sie wollen einen Imagefilm drehen - oder drehen lassen? Dabei gibt es einiges zu beachten! Ohne Frage: Ein Imagefilm kann Ihrem Unternehmen immense Vorteile bieten. Doch dazu muss er im Vorfeld gut durchdacht, professionell geplant und produziert werden - sonst geht der Schuss schnell nach hinten los! Erfahren Sie in diesem Artikel, worauf es ankommt und wie Sie die häufigsten Fehler beim Imagefilm drehen vermeiden. Auf geht’s!

Sie drehen keinen Imagefilm, sondern einen kurzen Werbespot? Dann ist unser Leitfaden zur Werbefilmproduktion der passendere Einstieg — der Ablauf unterscheidet sich vor allem in Länge, Drehaufwand und Ausspielung.

Still aus dem Böhmer-Imagefilm: Mitarbeiter steuert einen orangefarbenen KUKA-Roboterarm in der Halle

Imagefilm drehen: Fehler #1 Zu wenig Zeit eingeplant!

Wenn Sie einen professionellen und gut geplanten Imagefilm drehen lassen möchten, sollten Sie genügend Zeit einplanen. Nach dem Erstgespräch bekommen Sie meist eine Einschätzung, mit welcher Produktionsdauer gerechnet werden kann. In der Regel handelt es sich um einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen. Hier kommt es vor allem auf Ihre individuellen Wünsche an:

Je nach Länge und Aufwand kann die Zeitspanne beim Imagefilm drehen variieren. Das Gute ist: bei einem Full-Service Partner können Sie die Arbeit den Experten überlassen! Nach der Übermittlung aller wichtigen Infos im Briefing Ihres Imagevideos, bekommen Sie in regelmäßigen Abständen Updates zum Stand Ihres Filmes. So können Sie in den Korrekturschleifen Ihre eventuellen Änderungswünsche anmerken und der Rest wird für Sie erledigt.

Tipp

Eine gute Videoagentur erkennt man oft auch an Ihrer Einschätzung des Zeitaufwands. Ein professioneller Anbieter kann die Produktionsdauer meist gut abschätzen und ziemlich genaue Angaben machen.

Still aus dem CDU-Imagefilm: Luftaufnahme des Siegener Oberen Schlosses über den Dächern der Stadt

Imagefilm drehen: Fehler #2Nicht genug Budget einkalkuliert!

Wenn Sie Ihr Budget bestimmen, können Sie entscheiden, ob Sie auf einen Low-Budget Videoproduzenten setzen möchten oder lieber von professionellen Experten Ihren Imagefilm drehen lassen. Hier gibt es beim Endergebnis bedeutende Unterschiede, die sich vor allem in der Qualität voneinander abgrenzen.

Um einen Imagefilm produzieren zu lassen, der Ihr Unternehmen optimal repräsentiert, sollten Sie bei der Planung Ausgaben mindestens im oberen vierstelligen Bereich einkalkulieren. So vermeiden Sie, dass die Ergebnisse am Ende nicht Ihren Vorstellungen entsprechen. Natürlich kommt es auch auf die richtige Wahl Ihres Videoproduzenten an. Dazu gibt es noch mehr Infos im letzten Abschnitt.

Eine gute Videoagentur erkennt man oft auch an Ihrer Einschätzung des Zeitaufwands. Ein professioneller Anbieter kann die Produktionsdauer meist gut abschätzen und ziemlich genaue Angaben machen.

Kosten im Überblick

Alle wichtigen Infos zum Thema Kosten eines Imagefilmes, gibt es in unserem Blogbeitrag. Hier werden alle Kostenpunkte aufgeschlüsselt und erklärt

Haben Sie Fragen?

Wir beraten Sie gerne jeder Zeit! Unsere Imagefilm- und Videoexperten haben ein breites Know How und helfen Ihnen weiter. Auch bei anderen Themen stehen wir Ihnen immer gerne zur Seite! Jetzt beraten lassen!

Maskenbildnerin schminkt eine Interviewpartnerin am Set – Vorbereitung für einen Imagefilm-Dreh

Imagefilm drehen: Fehler #3 Keine Mitarbeiter einbezogen!

Ein guter und interessanter Imagefilm zeigt nicht nur, wie die Geschäftsführer in Ihren Büros sitzen. Hier spielen die Mitarbeiter, die zum Unternehmen gehören eine mindestens genauso große Rolle. Aus diesem Grund sollten Sie diese beim Imagefilm definitiv miteinbeziehen, um dem Zuschauer einen vollständigen Einblick in Ihr Unternehmen zu bieten. So wird Ihr Imagefilm authentisch und sie sparen sich den Einsatz von Schauspielern. Wie es wirkt, wenn Sie einen Imagefilm drehen, in dem Ihre eigenen Mitarbeiter für Ihre Firma sprechen, sehen Sie hier:

Natürlich will nicht unbedingt jeder Mitarbeiter vor die Kamera. Hier bietet es sich an, schon vorher rumzufragen wer Lust hätte, sich am Filmprojekt zu beteiligen. Meistens finden sich freiwillige Repräsentanten, die gerne etwas vor der Kamera erzählen möchten.

Still aus dem Fraunhofer-IAO-Imagefilm: zwei Mitarbeiter besprechen mit Tablet einen Standort

Imagefilm drehen: Fehler #4 Die Bedeutung von Storytelling unterschätzt!

Storytelling ist essenziell, wenn Sie einen erfolgreichen Imagefilm drehen wollen. Dabei kommt es vor allem auf ein gutes Drehbuch an, das mit außergewöhnlichen Szenen und Einstellungen die Aufmerksamkeit der Zuschauer gewinnt. Gerade weil das Format so beliebt ist, ähneln sich viele Imagefilme. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, sollte der Fokus auf einer individuellen und perfekt zugeschnittenen Konzeption liegen. Ein gutes Video muss Emotionen erzeugen - nur so bleibt es in den Köpfen der Zielgruppe.

Natürlich kann man hier nicht das Rad neu erfinden. Da es schon sehr viele Imagefilme gibt, ist es oft schwierig neue Ideen zu haben. Seien Sie daher offen für Vorschläge Ihres Videoproduzenten, der sich in diesem Gebiet auskennt und Sie optimal beraten kann. Profis hinter der Kamera wissen, wie man einen Imagefilm drehen kann, der bleibenden Eindruck hinterlässt.

Mit unserem Video für VitalAire wollten wir zum Beispiel einen Imagefilm drehen, der auf Hard Facts verzichtet und ganz auf emotionales Storytelling setzt. Hier haben wir drei verschiedene Storylines erschaffen, die von einem Sprecher begleitend erzählt werden. So bekommt man einen Einblick in die wichtigen Aufgaben und positiven Faktoren des Unternehmens. Sehen Sie selbst:

Auch austauschbare Standardfloskeln sollten beim Imagefilm drehen vermieden werden. Sätze wie „Die Zufriedenheit unserer Kunden hat oberste Priorität.“ und „Nur als Team sind wir stark.“, sollten vermieden werden, wenn Sie mit Ihrem Imagefilm herausstechen wollen. So wirkt er weniger langweilig für Ihre Zuschauer und wird nicht nach ein paar Sekunden abgeschaltet.

FIUMU-Regisseur mit Kopfhörern und Drehbuch am Set-Monitor mit FIUMU-Logo während eines Imagefilm-Drehs

Imagefilm drehen: Fehler #5 Die falsche Agentur ausgewählt!

Natürlich möchte man am liebsten Geld einsparen, wo es nur geht. Vielleicht haben Sie sogar schon drüber nachgedacht, selbst einen Imagefilm zu produzieren? Jedoch müssen Sie dabei immer bedenken: Ein Imagefilm ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens! Daher sollten Sie Wert auf Qualität des Films legen und im Zweifel lieber einen professionellen Imagefilm drehen lassen.

Im besten Fall nutzen Sie das Video als Aushängeschild und werden so von Ihren Kunden, potenziellen Neukunden und -Arbeitnehmern gesehen. Auch sollten Sie den Produktionsaufwand nicht unterschätzen! Bei der Planung, Konzeption, Dreh und Postproduktion, wird individuell an Ihrer Idee gearbeitet. Die Experten einer professionellen Videoagentur haben meist jahrelange Erfahrung im Imagefilm drehen und wissen genau, was sie tun.

Eine Agentur sorgt nicht nur für eine gelungene Konzeption sowie einen reibungslosen Dreh, sondern kreiert im Schnitt aus Bild und Ton Ihre ganz persönliche Story. So wird Ihre Botschaft mithilfe einer professionellen Filmproduktion optimal überbracht! Diese Qualität ist in Eigenproduktion kaum zu erreichen.

Weitere Informationen

Mehr zum Ablauf einer professionellen Imagefilm Produktion – von der Idee bis zum fertigen Film.

Vier Kollegen diskutieren in einem modernen Büro-Lounge-Bereich über die Planung eines Imagefilms.

Wollen auch Sie einen ganz individuellen Imagefilm drehen lassen?

Wir beraten Sie gerne ganz unverbindlich und kostenfrei. Nachdem Sie jetzt die wichtigsten Informationen kennen, erzählen wir Ihnen in unserem ersten Gespräch alles über die konkrete Umsetzung bei Ihrem Unternehmen. Wir freuen uns auf Ihr Projekt! Wir helfen gern dabei, Ihre Videoproduktion zu verwirklichen. Dazu erstellen wir Ihnen ein ganz persönliches Angebot mit erster konkreter Filmidee. Natürlich kostenlos und unverbindlich. Alles über das Format und weitere Referenzen finden Sie auf unserer Imagefilm-Seite.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, einen Imagefilm zu drehen?

Der Drehtag selbst dauert bei einem kompakten Firmenportrait in der Regel einen Tag, bei aufwendigeren Produktionen zwei bis drei. Entscheidend für Ihren Terminplan ist aber nicht der Dreh, sondern das, was davor und danach liegt. Rechnen Sie für kompakte Filme mit rund vier bis sechs Wochen von der Konzeption bis zur fertigen Datei, für umfangreichere Projekte mit bis zu zwölf Wochen. Bei FIUMU liegt die durchschnittliche Lieferzeit ab Kickoff bei vier Wochen. Der größte Zeitfresser ist erfahrungsgemäß nicht die Produktion, sondern die Abstimmung auf Ihrer Seite: Wer gibt das Drehbuch frei, wer entscheidet über den Rohschnitt, wie schnell kommt Feedback zurück? Ein Projekt mit einem klar benannten Ansprechpartner läuft regelmäßig zwei bis drei Wochen schneller als eines, bei dem jede Fassung durch ein Gremium muss. Klären Sie diese Frage vor dem Kickoff, nicht mittendrin. Planen Sie zusätzlich Puffer für Urlaubszeiten ein: Fällt eine Freigabe in die Sommerferien, verschiebt sich der Liefertermin schnell um zwei Wochen, ohne dass irgendjemand einen Fehler gemacht hätte.

Kann ich einen Imagefilm selbst drehen?

Technisch ja. Aktuelle Smartphones liefern Bildqualität, die vor zehn Jahren Profikameras vorbehalten war, und für ein kurzes Social-Media-Video reicht das oft aus. Die Grenze liegt nicht bei der Kamera, sondern bei Licht, Ton und Dramaturgie. Ein schlecht ausgeleuchtetes Interview mit halligem Raumton wirkt unprofessionell, auch wenn es in 4K aufgenommen wurde, und genau das fällt Zuschauern zuerst auf. Dazu kommt der Aufwand, den die meisten unterschätzen: Konzeption, Drehplanung, Freigaben, Schnitt, Farbkorrektur und Vertonung summieren sich schnell auf mehrere Arbeitswochen interner Zeit. Rechnen Sie das gegen die Produktionskosten, kippt die Rechnung häufig. Unsere Empfehlung: Machen Sie Recruiting-Clips, Messeeindrücke oder Produktdemos ruhig selbst. Den Imagefilm, der als Visitenkarte auf Ihrer Startseite steht und Jahre laufen soll, geben Sie ab. Ein Punkt, der bei Eigenproduktionen regelmäßig übersehen wird, ist die Musik. Titel aus Streamingdiensten oder von YouTube sind nicht lizenzfrei, und Abmahnungen treffen auch Unternehmensvideos auf der eigenen Website. Rechnen Sie hier eine Lizenz von etwa 30 bis 200 Euro ein.

Was kostet ein professioneller Imagefilm?

Ein kompaktes Firmenportrait mit einem Drehtag startet bei etwa 4.500 Euro netto. Ein Unternehmensfilm mit mehreren Drehorten, Interviews und aufwendigerem Schnitt liegt üblicherweise zwischen 7.000 und 18.000 Euro. Marken-Imagefilme mit Schauspielern, Drohnenaufnahmen und ausgearbeitetem Storytelling beginnen bei rund 12.000 Euro und reichen bis 31.000 Euro; nach oben ist die Spanne offen. Was den Preis am stärksten treibt, sind nicht die Kameras, sondern die Drehtage und die Zahl der Standorte: Jeder zusätzliche Tag bringt Team, Anfahrt, Equipment und Postproduktion mit. Wer sein Budget begrenzen will, dreht deshalb besser zwei Standorte an einem Tag als einen Standort an zwei Tagen. Vorsicht bei Angeboten im niedrigen vierstelligen Bereich: Dort wird fast immer an der Konzeption gespart, und genau die entscheidet, ob der Film wirkt oder nur existiert. Achten Sie beim Angebotsvergleich außerdem darauf, was nicht enthalten ist: Musiklizenz, professioneller Sprecher, Untertitel und zusätzliche Schnittfassungen für Hochformat oder Messeloop werden oft separat berechnet.

Welches Equipment braucht man für einen Imagefilm?

Die Grundausstattung besteht aus einer Kamera mit Wechselobjektiven, einem stabilen Stativ, einem Gimbal für Bewegtaufnahmen, einem Beleuchtungsset und Funkstrecken oder Ansteckmikrofonen für den Ton. Je nach Projekt kommen Drohne, Slider oder ein zweiter Kamerazug dazu. Wichtiger als die Liste ist die Rangfolge: Licht und Ton haben Priorität vor der Kamera. Zuschauer verzeihen ein etwas weicheres Bild, aber sie schalten bei schlechtem Ton innerhalb von Sekunden ab, und schlechtes Licht lässt selbst moderne Büros billig aussehen. Ein zweiter Punkt, der oft vergessen wird: Auf Industrie- und Produktionsflächen brauchen Sie Sicherheitsschuhe, Warnwesten und teils eine Unterweisung, sonst kommt das Team gar nicht erst aufs Gelände. Für Aufnahmen mit der Drohne benötigen Sie zudem Aufstiegsgenehmigung und Fernpilotenzeugnis, was wenige Tage Vorlauf kostet. Über eine eigene Anschaffung sollten Sie erst nachdenken, wenn Sie mehrere Videos im Jahr produzieren. Eine brauchbare Grundausstattung kostet im niedrigen fünfstelligen Bereich und veraltet innerhalb weniger Jahre.

Wie bereite ich mein Team auf den Drehtag vor?

Briefen Sie alle Beteiligten spätestens eine Woche vorher schriftlich: Wer wird gefilmt, wann ungefähr, worum geht es inhaltlich, und was soll man anziehen. Bei der Kleidung gilt die Faustregel, kleinteilige Muster, grelles Weiß und Logos fremder Marken zu vermeiden, weil sie im Bild flimmern oder ablenken. Interviewpartner bekommen die Leitfragen vorab, aber keine ausformulierten Antworten; auswendig Gelerntes hört man sofort, und genau die Steifheit zerstört die Wirkung. Ein kurzer Probedurchlauf vor der Kamera nimmt den meisten die Nervosität. Planen Sie außerdem einen ruhigen Raum ein, in dem gedreht werden kann, ohne dass Telefone, Maschinen oder Durchsagen stören. Und klären Sie im Vorfeld, wer partout nicht vor die Kamera möchte. Fragen Sie lieber vorher freiwillig herum, als am Drehtag jemanden zu überreden. Kalkulieren Sie den Zeitbedarf realistisch: Pro Interview gehen inklusive Aufbau, Licht und Tontest rund 45 bis 60 Minuten drauf, nicht die zehn Minuten, die im Kalender stehen.

Was ist der Unterschied zwischen Imagefilm und Imagevideo?

Inhaltlich gibt es keinen. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Format: einen Film, der ein Unternehmen, seine Werte und seine Menschen vorstellt, statt ein einzelnes Produkt zu bewerben. Der Unterschied ist rein sprachlich und historisch gewachsen. Film klingt nach Kino und Kamera und wird häufiger von Agenturen und in klassischen Branchen benutzt, Video nach Web und Bildschirm und taucht öfter im Marketing-Umfeld auf. In der Suche werden beide Wörter fast gleich häufig eingegeben, weshalb Sie auf Ihrer Website ruhig beide verwenden können, ohne sich zwischen ihnen entscheiden zu müssen. Praktisch relevant wird die Unterscheidung erst bei angrenzenden Formaten: Ein Unternehmensfilm ist meist länger und sachlicher, ein Werbespot deutlich kürzer und verkaufsorientierter, und ein Recruitingfilm richtet sich an Bewerber statt an Kunden. Diese Abgrenzungen lohnen sich, die zwischen Film und Video nicht. Für die Auffindbarkeit hat die Wortwahl trotzdem einen kleinen Effekt: Benennen Sie Dateiname, Videotitel und Beschreibungstext so, wie Ihre Zielgruppe tatsächlich sucht, statt beide Varianten künstlich in jeden Satz zu pressen.

Wie finde ich den richtigen Drehort für meinen Imagefilm?

In den meisten Fällen sind Ihre eigenen Räume die beste Wahl. Sie sind authentisch, kostenlos verfügbar und zeigen genau das, was Zuschauer sehen wollen: wie bei Ihnen tatsächlich gearbeitet wird. Achten Sie bei der Auswahl auf drei Dinge: genug Platz, damit Kamera und Licht Abstand halten können, Tageslicht von der Seite statt Gegenlicht aus dem Fenster, und vor allem Ruhe. Klimaanlagen, Serverschränke und Straßenlärm hört man im fertigen Film deutlich, obwohl sie vor Ort kaum auffallen. Ein Location-Scouting vorab, bei dem jemand mit Kamera durch die Räume geht, spart am Drehtag regelmäßig eine Stunde Umbauzeit. Zwei praktische Einschränkungen: Bei Fremdfirmen und Kunden im Bild brauchen Sie eine Einverständniserklärung, und in Produktionshallen sollten Sie Maschinen einplanen, die zum Drehzeitpunkt auch wirklich laufen dürfen. Denken Sie zuletzt an Strom: Ein Beleuchtungsset braucht erreichbare Steckdosen, und für Aufnahmen im öffentlichen Raum, etwa vor dem Firmengebäude auf dem Gehweg, kann eine Genehmigung der Stadt nötig sein.

Was passiert nach dem Drehtag?

Zuerst wird gesichtet: Das gesamte Material wird gesichert, geordnet und auf brauchbare Takes durchgesehen. Danach entsteht der Rohschnitt, der die Erzählstruktur festlegt, aber noch ungeschliffen aussieht. Genau hier gehört Ihr erstes Feedback hin, denn Umbauten sind jetzt günstig und später teuer. Es folgen Feinschnitt, Color Grading, Sounddesign, Musik und gegebenenfalls Sprecheraufnahmen oder Animationen. Rechnen Sie insgesamt mit zwei bis drei Feedbackschleifen, für kompakte Filme mit rund vier bis sechs Wochen bis zur finalen Datei. Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Feedback wird gesammelt eingereicht, aber aus mehreren Abteilungen mit widersprüchlichen Wünschen. Bündeln Sie Rückmeldungen über eine Person und formulieren Sie sie inhaltlich statt technisch. Am Ende erhalten Sie den Film in den Formaten und Seitenverhältnissen, die Sie für Website, Social Media und Messe tatsächlich brauchen. Klären Sie vertraglich, was mit dem Rohmaterial passiert. Üblich ist, dass es beim Produzenten archiviert bleibt und für spätere Schnittfassungen zur Verfügung steht, statt bei Ihnen mehrere Terabyte zu belegen.

Welche Rolle spielt Storytelling beim Imagefilm?

Storytelling entscheidet, ob Ihr Film zu Ende gesehen oder nach zwanzig Sekunden weggeklickt wird. Weil das Format so verbreitet ist, ähneln sich sehr viele Imagefilme: Drohnenflug über das Firmengelände, Geschäftsführer am Schreibtisch, ein paar Aufnahmen aus der Produktion, Logo. Technisch sauber, aber austauschbar. Ein klarer Erzählbogen mit einem Konflikt oder einer Frage am Anfang trägt dagegen bis zum Schluss. Für VitalAire haben wir zum Beispiel bewusst auf Hard Facts verzichtet und drei Storylines entwickelt, die ein Sprecher verbindet. Vermeiden Sie außerdem austauschbare Floskeln wie Kundenzufriedenheit hat oberste Priorität oder nur als Team sind wir stark. Solche Sätze sagen nichts über Sie aus, weil jedes Unternehmen sie sagen könnte. Konkrete Geschichten von echten Mitarbeitern wirken ungleich stärker, und sie kosten in der Produktion keinen Cent mehr. Besonders wichtig sind die ersten fünf Sekunden. Wer dort mit Logo und Drohnenflug startet, verliert einen erheblichen Teil der Zuschauer, bevor die eigentliche Aussage überhaupt begonnen hat.

Was macht einen Imagefilm authentisch?

Echte Menschen statt Schauspieler, echte Arbeitssituationen statt gestellter Szenen und eine Kernbotschaft, die zu dem passt, was Ihr Unternehmen tatsächlich ausmacht. Zuschauer merken sehr schnell, ob jemand seinen eigenen Job beschreibt oder einen Text aufsagt, und dieser Eindruck lässt sich nachträglich durch keinen Schnitt reparieren. Beziehen Sie deshalb Mitarbeiter über die Geschäftsführung hinaus ein: Wer seit Jahren an der Maschine steht oder Kunden betreut, erzählt konkreter als jede Führungskraft. Für unseren Fraunhofer-Film haben wir genau darauf gesetzt, und die stärksten Sätze kamen von Leuten, die vorher nie vor einer Kamera standen. Authentizität heißt allerdings nicht Beliebigkeit. Ein Film ohne Konzept wirkt nicht echt, sondern planlos. Die Vorbereitung sorgt dafür, dass die richtigen Menschen an den richtigen Orten das erzählen, was zu Ihrer Botschaft passt. Und trauen Sie sich, Unperfektes stehen zu lassen. Ein regionaler Akzent, ein kurzes Lachen oder eine Denkpause machen eine Aussage glaubwürdiger als der dritte, glattgebügelte Take.

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Über den Autor

Daniel Brosowski

Daniel Brosowski ist Gründer und Geschäftsführer der FIUMU GmbH und verbindet technologisches Denken mit kreativem Handwerk. Sein Fokus liegt auf zukunftsweisenden Videotechnologien wie 3D-Animation, Virtual Reality und Produktvisualisierung. Daniel gestaltet die Schnittstelle zwischen Innovation und praktischer Anwendung – und stellt sicher, dass technische Raffinesse immer dem Geschäftsziel dient.

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