Glossar

Easing

Easing bezeichnet die Steurung von Beschleunigung und Verzögerung in Animationen durch nichtlineare Interpolationskurven, die Bewegungen natürlicher und lebendiger wirken lassen.

Easing bezeichnet die nichtlineare Interpolation von Bewegungen in der Animation. Statt gleichmäßiger Geschwindigkeit von Anfang bis Ende steurt Easing Animation für Animation, wie ein Objekt beschleunigt, abbremst oder in seiner Bewegung variiert. Das Ergebnis sind Animationen, die natürlichen Bewegungsmustern folgen – mit Trägheit, Schwung und physikalischer Plausibilität.

Die drei Grundtypen sind: Ease In beschleunigt eine Bewegung – das Objekt startet langsam und wird schneller. Ease Out verzögert – das Objekt startet schnell und bremst ab. Ease In Out kombiniert beides – langsamer Start, schnelle Mitte, langsames Ende. Diese Kurven bilden reale Physik nach: Kein Objekt in der Natur bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit. Selbst eine öffnende Tür beschleunigt und bremst.

Technisch werden Easing-Kurven über Keyframing definiert. In After Effects, CSS-Animationen und 3D-Software steurn Bezier-Handles die Form der Interpolationskurve zwischen zwei Keyframes. Je steiler die Kurve, desto schneller die Bewegung in diesem Abschnitt. Tweening – die automatische Zwischenbildberechnung – nutzt Easing-Kurven als Berechnungsgrundlage. Ohne Easing erzeugt Tweening lineare, roboterhafte Bewegung.

In Motion Graphics ist Easing kein optionales Detail, sondern ein Qualitätskriterium. Professionelle Motion Designer erkennt man daran, wie präzise ihre Easing-Kurven gesetzt sind. Überschießende Kurven (Overshoot) erzeugen federnde Effekte. Extreme Ease Out simuliert schwere Objekte. Subtile Ease In Out lässt UI-Elemente elegant einblenden. Das Prinzip korrespondiert mit dem klassischen Animationsprinzip Slow In / Slow Out.

Für Ihre Projekte bedeutet richtiges Easing den Unterschied zwischen professioneller und amateurhafter Animation. Bei FIUMU werden Easing-Kurven für jede Bewegung individuell gesetzt – über Bezier-Kontrolle im Motion Path. Das kostet Minuten pro Keyframe, spart aber den gesamten Eindruck vor dem Betrachter.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Easing steurt die Beschleunigung und Verzögerung einer Bewegung zwischen zwei Keyframes. Statt konstanter Geschwindigkeit imitiert Easing natürliche Physik: Objekte starten langsam, beschleunigen und bremsen wieder ab. Das erzeugt lebendige, physikalisch plausible Animationen.

Ease In beschleunigt eine Bewegung – langsamer Start, schnelleres Ende. Ease Out verzögert – schneller Start, langsameres Ende. Ease In Out kombiniert beide: langsam starten, in der Mitte beschleunigen, langsam enden. Die Wahl hängt vom gewünschten Bewegungscharakter ab.

Ohne Easing bewegen sich animierte Objekte mit konstanter Geschwindigkeit – das wirkt mechanisch und unnatürlich. Kein reales Objekt bewegt sich linear. Easing ist der wichtigste einzelne Faktor, der den Unterschied zwischen Amateur- und Profi-Animation ausmacht.

In After Effects selektiert man Keyframes und wendet über F9 Easy Ease an. Für präzise Kontrolle öffnet der Graph Editor die Geschwindigkeitskurven. Bezier-Handles an den Keyframes steurn den Kurvenverlauf. Plugins wie Flow vereinfachen das Erstellen komplexer Easing-Presets.

Overshoot bezeichnet eine Easing-Kurve, die über den Zielwert hinausschießt und zurückfedert. Das erzeugt einen elastischen, federnden Effekt. Overshoot wird für dynamische UI-Animationen, spielerische Motion Graphics und Cartoon-Bewegungen eingesetzt. In subtiler Form verleiht es selbst sachlichen Animationen Lebendigkeit.

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