Glossar

Full HD

Full HD bezeichnet eine Bildauflösung von 1920 x 1080 Pixeln, auch als 1080p bekannt. Das Format liefert 2.073.600 Bildpunkte pro Frame und ist der verbreitete Basisstandard für Videoproduktion, Streaming und Fernsehen.

1920 mal 1080 – zwei Zahlen, die seit über einem Jahrzehnt den Videostandard definieren. Full HD hat das analoge Fernsehen abgelöst, Streaming etabliert und ist bis heute das Format, in dem die Mehrheit aller Videos ausgeliefert wird.

Die Bezeichnung Full HD grenzt sich von älteren Formaten ab. HD-ready mit 1280 x 720 Pixeln war der erste Schritt in die hochauflösende Welt. Full HD verdoppelte die Pixelzahl und wurde zum verbindlichen Standard für Blu-ray, HDTV und später für Streaming-Plattformen. Das Kürzel 1080p steht für 1080 horizontale Zeilen in progressiver Abtastung – im Gegensatz zu 1080i, bei dem das Bild im Interlacing-Verfahren aufgebaut wird.

In der Videoproduktion bleibt Full HD ein valides Ausgabeformat. Die meisten Endgeräte – Laptops, Tablets, Smartphones – zeigen Full HD oder darunter. Streaming-Plattformen liefern an den Großteil ihrer Nutzer Full-HD-Streams aus, weil die Bandbreite für 4K UHD nicht überall ausreicht.

Der Produktionsstandard hat sich dennoch nach oben verschoben. Professionelle Produktionen drehen in 4K und exportieren in Full HD. Der Vorteil: Bildauflösung über dem Zielformat erlaubt digitales Zoomen, Bildstabilisierung und Ausschnittveränderungen in der Postproduktion, ohne dass die Exportqualität leidet.

Für Imagefilm-Produktionen und Werbespot-Produktionen bedeutet das in der Praxis: Gedreht wird in 4K, ausgeliefert wird im Format, das der Kunde braucht. Für die Website, für Social Media und für Präsentationen ist Full HD in den meisten Fällen das optimale Verhältnis aus Qualität und Dateigröße.

Die Bitrate für Full-HD-Video liegt typischerweise zwischen 8 und 20 Mbit/s für Streaming. Für Produktionsmaster und Archivierung wird deutlich höher encodiert. Das Seitenverhältnis von 1920 x 1080 ergibt das klassische 16:9-Breitbild – das Standardformat für Bildschirme, Projektionen und die meisten Videoplattformen.

Full HD ist kein veraltetes Format. Es ist das Auslieferungsformat, das heute den besten Kompromiss bietet und erst dann an seine Grenzen stösst, wenn das Ausgabemedium tatsächlich mehr Pixel darstellen kann.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Full HD steht für eine Bildauflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Das ergibt rund 2 Millionen Bildpunkte pro Einzelbild. Der Zusatz 1080p bedeutet progressive Abtastung – das gesamte Bild wird in jedem Frame komplett dargestellt.

Ja. Die Mehrheit aller Endgeräte zeigt maximal Full HD an. Für Webvideos, Social Media und Präsentationen ist Full HD nach wie vor der Standard. Erst auf großen Bildschirmen ab ca. 50 Zoll wird der Unterschied zu 4K sichtbar.

4K UHD bietet 3840 x 2160 Pixel – die vierfache Pixelanzahl von Full HD. Mehr Pixel bedeuten mehr Detail, aber auch größere Dateien und höhere Anforderungen an Hardware und Bandbreite.

Als Auslieferungsformat ist Full HD für die meisten Einsatzzwecke ausreichend. Produziert werden sollte trotzdem in 4K, um Flexibilität in der Postproduktion zu gewährleisten.

1080p ist 1080i vorzuziehen. Bei 1080p wird jedes Bild vollständig dargestellt, bei 1080i werden abwechselnd nur gerade und ungerade Zeilen gezeigt. Das führt bei schnellen Bewegungen zu sichtbaren Artefakten.

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