Glossar

Gaffer

Der Gaffer ist der Chef-Beleuchter am Filmset und verantwortlich für die gesamte Lichttechnik einer Produktion. Er setzt die Lichtvision des Director of Photography technisch um, koordiniert das Beleuchtungsteam und wählt die passenden Scheinwerfer, Reflektoren und Lichtformer für jede Einstellung.

In der Filmproduktion ist Licht kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung. Der Gaffer trägt die operative Verantwortung dafür, dass diese Planung am Set Realität wird. Er ist die Schnittstelle zwischen der künstlerischen Lichtvision des DoP (Director of Photography) und der technischen Umsetzung durch das Beleuchtungsteam.

Der Begriff Gaffer stammt aus dem englischen Sprachraum. Die Herkunft ist nicht abschließend geklärt – eine verbreitete Erklärung verweist auf den "gaff", einen langen Haken, mit dem früher Scheinwerfer in Theaterbühnen positioniert wurden. Im deutschen Sprachraum ist der Gaffer auch als Oberbeleuchter bekannt, wobei sich der englische Begriff international durchgesetzt hat.

Die Aufgaben des Gaffers beginnen bereits in der Vorproduktion. Gemeinsam mit dem DoP bespricht er die gewünschte Lichtstimmung für jede Szene, plant den Equipmentbedarf und koordiniert das Location Scouting aus lichttechnischer Perspektive. Welche Fenster lassen Tageslicht herein? Wo liegen Stromanschlüsse? Reicht die verfügbare Leistung für die geplanten Scheinwerfer? Diese Fragen klärt der Gaffer, bevor das Team anrückt.

Am Set arbeitet der Gaffer eng mit dem Grip zusammen. Während der Gaffer für die elektrische Seite der Beleuchtung verantwortlich ist – Scheinwerfer, Dimmer, Kabel, Stromverteilung – kümmert sich der Grip um die mechanische Seite: Stative, Traversen, Reflektoren, Abschattungen. Beide Departments ergänzen sich und arbeiten Hand in Hand, um das Lichtkonzept umzusetzen.

Die Werkzeuge des Gaffers reichen von klassischen Tungsten-Scheinwerfern über moderne LED-Panels bis zu Softboxen, Reflektoren und Diffusionsrahmen. Er entscheidet, ob eine Szene mit hartem Gegenlicht oder weichem, gestreutem Licht nach dem Prinzip der Drei-Punkt-Beleuchtung ausgeleuchtet wird. Auch der bewusste Einsatz von Available Light, also vorhandenem Umgebungslicht – fällt in seinen Verantwortungsbereich.

Bei Außendreh-Situationen steht der Gaffer vor besonderen Herausforderungen. Tageslicht verändert sich ständig in Intensität und Farbtemperatur. Der Gaffer muss diese Veränderungen antizipieren, mit Aufhellern und Abschattern korrigieren und die Kontinuität über alle Einstellungen hinweg sicherstellen.

FIUMU arbeitet bei größeren Produktionen für Imagefilme und Werbespots mit erfahrenen Gaffern zusammen, die das Setdesign lichttechnisch zum Leben bringen. Professionelle Lichtgestaltung macht den Unterschied zwischen einem Video, das funktioniert, und einem, das beeindruckt.

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FIUMU arbeitet bei Realfilm-Produktionen mit einem Gaffer, der die gesamte Set-Beleuchtung nach Vorgabe des Kameramanns einrichtet und während des Drehs steurt. Seit 2015 hat FIUMU in über 400 Projekten Gaffer-Positionen besetzt, wenn das Licht-Setup über eine Drei-Punkt-Grundbeleuchtung hinausging.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Der Gaffer ist der Chef-Beleuchter am Filmset. Er setzt die Lichtvision des Director of Photography technisch um, wählt Scheinwerfer und Lichtformer, koordiniert das Beleuchtungsteam und stellt die Stromversorgung sicher. Er ist für alles verantwortlich, was mit elektrischem Licht am Set zu tun hat.

Der Gaffer verantwortet die elektrische Seite der Beleuchtung – Scheinwerfer, Dimmer, Stromverteilung. Der Grip kümmert sich um die mechanische Seite – Stative, Traversen, Abschattungen, Reflektoren. Beide arbeiten eng zusammen, haben aber klar getrennte Zuständigkeiten.

Die Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Eine verbreitete Erklärung verweist auf den "gaff" – einen langen Haken, mit dem in Theatern Scheinwerfer positioniert wurden. Eine andere Theorie leitet den Begriff vom englischen "grandfather" ab, da der Gaffer traditionell der erfahrenste Techniker am Set war.

Nicht jede. Bei kleinen Drehs mit Available Light oder einfachem LED-Setup übernimmt der Kameramann oft die Lichtaufgaben selbst. Bei größeren Produktionen mit mehreren Lichtquellen, Außendreh und komplexen Szenen ist ein dedizierter Gaffer jedoch unverzichtbar.

Gaffer arbeiten in der Regel als Freelancer mit Tagessätzen, die je nach Erfahrung und Produktionsgröße variieren. In Deutschland liegen professionelle Tagessätze typischerweise zwischen 450 und 800 Euro, bei Werbeproduktionen auch darüber.

Es gibt keinen festen Ausbildungsweg. Die meisten Gaffer steigen als Lichttechniker-Assistenz (Best Boy Electric) ein und arbeiten sich über Jahre am Set hoch. Technisches Verständnis für Elektrik, ein geschultes Auge für Licht und Erfahrung mit unterschiedlichen Drehsituationen sind die wichtigsten Voraussetzungen.

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