Glossar
Skript
Ein Skript ist das textliche Fundament eines Film- oder Videoprojekts. Es umfasst Sprechertext, Dialoge, Regieanweisungen und Szenenbeschreibungen in einem standardisierten Format. Das Skript dient als verbindliche Arbeitsgrundlage für alle Gewerke – von Regie über Kamera bis zur Postproduktion.
Skript vs. Drehbuch
Die Begriffe Skript und Drehbuch werden im deutschen Sprachraum oft synonym verwendet. In der professionellen Praxis gibt es Nuancen: Das Drehbuch folgt einem strengeren Formatstandard mit exakten Szenenköpfen und Formatierungsregeln. Ein Skript kann freier strukturiert sein und wird besonders in der Werbefilm- und Erklärfilmproduktion verwendet, wo kürzere Formate andere Anforderungen stellen.
Im Kontext von Erklärvideos und Industriefilmen besteht das Skript typischerweise aus zwei Spalten: links der Sprechertext, rechts die Bildbeschreibung. Dieses Skript Video Format ermöglicht es, Text und Bild synchron zu entwickeln und zu prüfen.
Aufbau eines professionellen Skripts
Ein Skript gliedert sich in Szenen, die chronologisch oder thematisch angeordnet sind. Jede Szene enthält: Szenenkopf mit Location und Tageszeit, Handlungsbeschreibung, Dialoge oder Sprechertext, technische Hinweise für Kamera und Ton. Die Länge korreliert mit der Filmdauer – eine Skriptseite entspricht ungefähr einer Filmminute.
Das Treatment geht dem Skript voraus. Es beschreibt die filmische Idee in Prosaform ohne technische Details. Nach der Treatment-Freigabe wird das Skript geschrieben – detaillierter, technischer, produktionsreif.
Skript für Erklärvideos und Animation
Bei Animationsprojekten entfallen Regieanweisungen für reale Drehorte. Stattdessen beschreibt das Skript visuelle Abläufe: Welche Grafiken erscheinen, wie Übergänge gestaltet werden, welche Elemente animiert werden. Der Sprechertext wird auf Sekunden getimed, um die Animation präzise darauf abzustimmen.
Das Briefing des Auftraggebers bildet die inhaltliche Basis. Kernbotschaften, Zielgruppe, Tonalität und Länge werden im Briefing definiert. Das Skript übersetzt diese Vorgaben in eine filmische Erzählung mit klarer Dramaturgie: Problemstellung, Lösung, Call-to-Action.
Timing und Sprechertext
Ein professionelles Skript enthält Timing-Angaben. Für Sprechertext gilt als Richtwert: 130 bis 150 Wörter pro Minute bei normalem Sprechtempo. Ein Erklärvideo von 90 Sekunden umfasst demnach 195 bis 225 Wörter Sprechertext. Diese Kalkulation verhindert, dass der Text zu dicht wird oder die Animation nicht mithalten kann.
Freigabeprozess
Das Skript durchläuft mehrere Feedbackrunden. In der ersten Runde prüfen Auftraggeber Inhalt und Botschaft. In der zweiten Runde werden Feinheiten des Sprechtexts optimiert. Nach der Skript-Freigabe beginnen Storyboard und Sprecheraufnahme. Änderungen nach der Freigabe sind möglich, ziehen aber Folgekosten nach sich, weil bereits produzierte Elemente angepasst werden müssen.
FAQ
Häufig gestellte Fragen
Ein Drehbuch folgt strengen Formatstandards mit Szenenköpfen und Formatierungsregeln. Ein Skript ist freier strukturiert und wird besonders in der Werbe- und Erklärfilmproduktion verwendet, wo kürzere Formate gelten.
Bei einem Sprechtempo von 130 bis 150 Wörtern pro Minute umfasst ein 90-Sekunden-Erklärvideo etwa 195 bis 225 Wörter Sprechertext. Hinzu kommen Bildbeschreibungen und Regieanweisungen.
In der Regel ein Texter oder Creative Director der Produktionsfirma – auf Basis des Kundenbriefings. Bei Fachthemen liefert der Auftraggeber inhaltlichen Input, den das Kreativteam filmisch aufbereitet.
Zwei bis drei Korrekturschleifen sind Standard. Die erste prüft den Inhalt, die zweite optimiert Formulierungen und Timing. Professionelle Produktionsfirmen definieren die inkludierten Korrekturrunden im Angebot.
Grundsätzlich ja. Allerdings erfordert ein produktionsreifes Skript filmisches Denken: Jeder Satz muss visualisierbar sein, das Timing muss stimmen, die Dramaturgie muss funktionieren. Professionelle Skriptentwicklung spart in der Produktion Zeit und Kosten.
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