Glossar

Zeitraffer

Eine Aufnahmetechnik, bei der Einzelbilder in größeren Zeitabständen aufgenommen und mit normaler Bildrate abgespielt werden, wodurch langsame Prozesse beschleunigt und sichtbar gemacht werden.

Ein Zeitraffer – im Englischen Timelapse – ist eine Aufnahmetechnik, bei der Einzelbilder in größeren Zeitabständen aufgenommen und anschließend mit normaler Bildrate abgespielt werden. Langsame Prozesse wie Wolkenbewegungen, Baufortschritte oder Messeaufbauten werden dadurch in Sekunden sichtbar gemacht.

Das Prinzip ist simpel: Statt 25 Bilder pro Sekunde nimmt die Kamera ein Bild alle 2, 5 oder 30 Sekunden auf. Beim Abspielen mit 25 Bildern pro Sekunde wird die Zeit entsprechend komprimiert. Ein Intervall von 5 Sekunden beschleunigt das Geschehen um den Faktor 125 – aus einer Stunde werden 29 Sekunden Film.

Im Gegensatz zum Hyperlapse bleibt die Kamera beim klassischen Zeitraffer auf einem festen Standpunkt. Ein Stativ ist Pflicht – selbst minimale Verschiebungen erzeugen im fertigen Video storende Sprünge. Motorisierte Schwenkköpfe können dem Zeitraffer eine langsame Kamerabewegung hinzufügen, ohne den Standort zu verändern.

Einsatz in der Filmproduktion

Zeitraffer sind vielseitig einsetzbar. In Imagefilmen zeigen sie Produktionsprozesse im Schnelldurchlauf – eine Maschine, die in acht Stunden ein Produkt fertigt, wird in zehn Sekunden sichtbar. Für Eventvideos dokumentieren sie Aufbau, Veranstaltung und Abbau als dynamische Sequenz.

Als B-Roll liefern Zeitraffer visuell packende Zwischenschnitte: Wolkenzug über dem Firmengelände, Verkehrsfluss vor dem Büro, Tag-Nacht-Wechsel an der Fassade. Diese Bilder erzeugen Atmosphäre und überbrücken thematische Wechsel im Film.

Technische Grundlagen

Die Wahl des Intervalls bestimmt das Ergebnis. Für Wolken genügen 3 bis 5 Sekunden, für Sonnenuntergänge 1 bis 2 Sekunden, für Bauprojekte 5 bis 30 Minuten. Die Slow Motion ist das Gegenstück – sie dehnt Zeit statt sie zu komprimieren.

Belichtungsschwankungen zwischen den Aufnahmen – Flicker – sind die größte Herausforderung. Manuelle Belichtung, eine feste Blende und Deflicker-Software in der Postproduktion lösen das Problem. Der FPS-Wert der Wiedergabe bestimmt die finale Geschwindigkeit.

Bildformat und Schärfentiefe verdienen besondere Aufmerksamkeit: Eine geschlossene Blende (f/8 bis f/11) liefert durchgehende Schärfe über den gesamten Zeitraffer.

Bei FIUMU starten Imagefilm-Produktionen ab 5.000 EUR und Eventvideos ab 3.000 EUR.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ein Zeitraffer ist eine Aufnahmetechnik, bei der Einzelbilder in größeren Zeitabständen aufgenommen und mit normaler Geschwindigkeit abgespielt werden. Langsame Prozesse werden dadurch beschleunigt sichtbar.

Beim Zeitraffer steht die Kamera fest, beim Hyperlapse bewegt sie sich zwischen den Aufnahmen. Zeitraffer komprimiert nur Zeit, Hyperlapse komprimiert Zeit und Raum gleichzeitig.

Wolken: 3 bis 5 Sekunden. Sonnenuntergang: 1 bis 2 Sekunden. Straßenverkehr: 1 bis 3 Sekunden. Bauprojekte: 5 bis 30 Minuten. Pflanzenwachstum: 10 bis 60 Minuten.

Bei 25 fps Wiedergabe brauchen Sie 250 Bilder. Bei einem Intervall von 5 Sekunden dauert die Aufnahme circa 21 Minuten. Bei einem Intervall von 30 Sekunden circa 2 Stunden.

Zeitraffer sind im Produktionsbudget inkludiert. Der Aufwand liegt vor allem in der Aufnahmezeit. Bei FIUMU starten Imagefilme ab 5.000 EUR und Eventvideos ab 3.000 EUR.

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