Glossar

FPS/Framerate

FPS steht für Frames per Second und gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde ein Video darstellt. Gängige Werte sind 24 FPS für Kinofilm, 25 FPS für europäisches Fernsehen und 50 oder 60 FPS für flüssige Bewegtdarstellung und Slow Motion.

Bewegung entsteht aus Stillstand. Jedes Video ist eine Abfolge von Einzelbildern, die so schnell hintereinander gezeigt werden, dass das menschliche Auge eine flüssige Bewegung wahrnimmt. Die FPS Framerate bestimmt, wie viele dieser Bilder in einer Sekunde dargestellt werden und damit, wie sich die Bewegung anfühlt.

24 FPS ist der Kino-Standard. Seit den 1920er Jahren wird in dieser Bildrate projiziert, und das menschliche Sehsystem hat diesen leichten Bewegungsnebel (Motion Blur) als filmisch akzeptiert. Wer cineastische Ästhetik erzeugen will, arbeitet mit 24 FPS.

25 FPS ist der PAL-Standard für europäisches Fernsehen und die gängige Framerate für Unternehmensvideos im DACH-Raum. Der Unterschied zu 24 FPS ist für das blosse Auge nicht wahrnehmbar, aber technisch relevant für die Kompatibilität mit TV-Ausstrahlung.

50 und 60 FPS erzeugen eine spürbar flüssigere Darstellung. Schnelle Kameraschwenks und Bewegungen wirken sauberer, weil mehr Bildinformation pro Zeiteinheit vorliegt. Sport- und Eventaufnahmen profitieren von höheren Bildraten. In der Unternehmenskommunikation kommen 50/60 FPS vor allem dann zum Einsatz, wenn Material für Slow Motion vorgesehen ist.

Slow Motion funktioniert über den Zusammenhang von Aufnahme- und Wiedergabe-Framerate. Material, das mit 100 FPS aufgenommen und mit 25 FPS abgespielt wird, läuft vierfach verlangsamt. Zeitraffer kehrt das Prinzip um: Wenige Bilder pro Sekunde werden aufgenommen, bei normaler Rate abgespielt – die Zeit beschleunigt sich.

Die Framerate beeinflusst die Datenmenge direkt. Doppelte FPS bedeuten doppelt so viele Einzelbilder pro Sekunde und damit doppeltes Datenvolumen bei gleicher Bildauflösung. Für 4K-Material bei 60 FPS müssen Kamera, Speichermedien und Schnittsysteme entsprechend leistungsfähig sein.

In der 3D-Animation wird die Framerate vor dem Rendering definiert. Jedes zusätzliche Frame kostet Rechenzeit. Eine 30-Sekunden-Animation bei 25 FPS besteht aus 750 Einzelbildern. Bei 50 FPS verdoppelt sich die Renderzeit auf 1500 Frames.

Für Imagefilm-Produktionen setzt FIUMU in der Regel auf 25 FPS als Basisframerate, mit 50 oder 100 FPS für Slow-Motion-Sequenzen. Die Wahl hängt vom gewünschten Look und Einsatzzweck ab und wird im Konzept festgelegt, nicht am Drehtag.

FIUMU wählt die Bildrate projektbezogen – 25 fps für europäische Broadcast-Standards, 30 fps für Web und 50/60 fps für Zeitlupen. In über 400 Projekten seit 2015 hat FIUMU die fps-Wahl als fruhen Pre-Production-Entscheid etabliert.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

FPS steht für Frames per Second – Bilder pro Sekunde. Der Wert gibt an, wie viele Einzelbilder in einer Sekunde dargestellt werden. Höhere FPS-Werte erzeugen flüssigere Bewegungen.

Für Imagefilme im DACH-Raum sind 25 FPS der Standard. Für cineastischen Look können 24 FPS gewählt werden. Slow-Motion-Sequenzen erfordern mindestens 50 FPS bei der Aufnahme.

24 FPS ist der Kino-Standard, 25 FPS der europäische TV-Standard (PAL). Visuell ist der Unterschied kaum wahrnehmbar. Für Broadcast-Kompatibilität in Europa wird 25 FPS bevorzugt.

Bei 60 FPS werden 2,5-mal mehr Einzelbilder gezeigt. Das reduziert Motion Blur und erzeugt eine hyperrealistische, sehr glatte Darstellung. Für Zuschauer, die an 24 FPS gewöhnt sind, kann das ungewohnt wirken.

Das hängt vom gewünschten Verlangsamungsfaktor ab. Für 2-fache Verlangsamung reichen 50 FPS, für 4-fache 100 FPS, für extreme Zeitlupe 200 FPS und mehr. Je höher die Aufnahme-FPS, desto stärker die Verlangsamung.

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