Drehen oder rendern? Wann sich für Ihr Produkt der Realfilm lohnt und wann 3D
Videoproduktion·17 Min.

Drehen oder rendern? Wann sich für Ihr Produkt der Realfilm lohnt und wann 3D

Produkt filmen oder in 3D zeigen? Woran Sie die Entscheidung festmachen und was beide Wege von Ihnen verlangen.

Jan-Christopher Föst
Jan-Christopher Föst

Gründer & Geschäftsführer

Ein Dreh lohnt sich, wenn Ihr Produkt existiert und von außen sowie im Einsatz überzeugt. Eine 3D-Animation lohnt sich, wenn das Entscheidende im Inneren passiert, eine Kamera den Vorgang nicht erreicht oder das Produkt noch nicht gebaut ist. Trifft beides zu, verbindet ein Film gedrehte Bilder mit 3D-Sequenzen.

Das neue Produkt steht in der Fertigung, die Konstruktionsdaten liegen auf dem Server, und der Messetermin ist gesetzt. Irgendwann fällt im Marketing die Frage: Holen wir ein Filmteam in die Halle, oder entsteht der Film am Rechner?

Beide Wege können danebengehen. Ein Dreh zeigt eine Maschine von außen, auch wenn ihr Vorteil im Inneren liegt. Eine 3D-Animation zeigt ein Produkt makellos im leeren Raum, auch wenn Ihr Kunde wissen will, wie es sich in seiner Halle schlägt.

Bei FIUMU entstehen beide Wege mit einem festen Inhouse-Team, deshalb raten wir in beide Richtungen. In diesem Beitrag lesen Sie, woran wir die Machart im Erstgespräch festmachen, und zwar an Projekten, die Sie sich ansehen können.

Die Kurzantwort auf Dreh oder 3D

Ein Dreh lohnt sich, wenn Ihr Produkt existiert und von außen sowie im Einsatz überzeugt. Eine 3D-Animation lohnt sich, wenn das Entscheidende im Inneren passiert, eine Kamera den Vorgang nicht erreicht oder das Produkt noch nicht gebaut ist. Trifft beides zu, verbindet ein Film gedrehte Bilder mit 3D-Sequenzen.

Fragen Sie zuerst nach dem Ziel, dann nach der Machart. Entscheidend ist, was Ihr Kunde nach dem Film verstanden haben soll. Daraus folgt der Rest.

Bei FIUMU stellen wir die Frage nach der Machart im Erstgespräch nie zuerst. Die Tabelle zeigt, welche Ausgangslage für welchen Weg spricht.

Ihre SituationRealfilm3D-AnimationBeides in einem Film
Das Produkt steht fertig bei Ihnen und überzeugt von außenpasst: die Kamera zeigt Oberfläche, Material und Einsatzfür Varianten und spätere Fassungenwenn zusätzlich das Innere erklärt werden soll
Der Vorteil liegt im Inneren des Produktszeigt nur das Gehäusepasst: Schnitt und Explosionsdarstellung öffnen esRealfilm für die Anwendung, 3D für das Innere
Es gibt nur CAD-Daten, Zeichnungen oder ein Mustererst mit vorzeigbarem Produkt möglichpasst: der Film entsteht parallel zur EntwicklungDreh im Unternehmen, Produkt in 3D
Menschen bedienen das Produktpasst: Mitarbeitende oder Kunden vor der Kamerapasst ebenso: auch Menschen lassen sich in 3D darstellenRealfilm für die Menschen, 3D für das Funktionsprinzip
Der Vorgang ist unsichtbar (Strömung, Schall, eine Schicht im Mikrometerbereich)nicht darstellbarpasstRealfilm für das Umfeld, 3D für den Vorgang
Sie brauchen viele Varianten oder spätere Fassungenjede Variante muss am Drehtag vor Ort seinpasst: Varianten entstehen aus demselben ModellDreh einmal, Varianten aus dem Modell

Wann sich der Dreh für Ihr Produkt lohnt

Eine Kamera zeigt, was da ist. Größe, Lautstärke, Tempo, die Halle drumherum und die Menschen, die mit dem Produkt arbeiten: Nichts davon muss jemand nachbauen, es steht schon dort.

Das Produkt im Einsatz

Manche Produkte erklären sich erst, wenn sie arbeiten. Für POLYGON haben wir den mobilen Axialventilator TTW 400000 gefilmt, eine Windmaschine für Open-Air-Konzerte, Filmproduktionen und Industrie. Der Film zeigt die Maschine in Aktion, die Logistik dahinter und den Einsatz bei Großveranstaltungen. So werden Dimensionen greifbar, die im Datenblatt nur Zahlen sind.

Mitarbeiter mit Gehörschutz neben dem gelben Axialventilator von POLYGON
Der Dreh zeigt Größe und Tempo der Maschine.

Ähnlich bei Euromac: Die Stanz- und Schneidanlage haben wir im laufenden Betrieb gedreht, von der Eingabe in der Software bis zur Palettierung. Für Vetter entstanden sechs kurze Filme über Gabelzinken dort, wo gestapelt wird: im Lager, mit Stapler und Regal.

Details im Studio

Nicht jeder Dreh braucht eine Werkshalle. Im Studio bestimmt die Produktion Licht und Hintergrund selbst. Dort entstehen die Nah- und Detailaufnahmen: eine Taste, eine Anzeige, die Hand, die das Produkt bedient. Bei FIUMU haben wir den Roboterarm ReBeL von igus vor weißem Grund gefilmt, damit nichts vom Produkt ablenkt.

Was der Dreh von Ihnen verlangt

Ein Dreh hängt an einem Termin. An diesem Tag muss jedes Modell, das im Film zu sehen sein soll, vor Ort sein.

  • Drehen wir bei Ihnen, öffnen Sie uns Halle, Showroom oder Arbeitsplatz.
  • Sollen Mitarbeitende oder Kunden das Produkt bedienen, brauchen auch sie an diesem Tag Zeit.

Wie ein solcher Tag abläuft, lesen Sie in unserem Beitrag Was an einem Drehtag passiert. Was das Format sonst noch kann, steht auf der Seite Produktvideo.

Auf unserer Kosten-Seite zum Produktvideo steht ein Rat, den Sie bei wenigen Anbietern lesen: Prüfen Sie vor einer 3D-Animation, ob sie Ihr Produkt für die Zielgruppe verständlicher macht. Rendern lohnt sich, wenn die Animation dem Zuschauer etwas zeigt, das die Kamera nicht zeigen kann. Zeigt sie nur dasselbe schöner, ist der Dreh meist der kürzere Weg.

Dieser Rat gilt auch dann, wenn schon eine Machart im Kopf ist. Der Maßstab ist in jedem Erstgespräch derselbe: Was soll der Zuschauer am Ende sehen, und welcher Weg dorthin ist der kürzere?

Bei FIUMU gab es den Fall, dass ein Kunde mit dem Wunsch nach 3D kam und wir ihm zum Dreh geraten haben. Mehr lässt sich dazu nicht erzählen, ohne das Unternehmen erkennbar zu machen.

Wo die Kamera nicht hinkommt

Sie wissen jetzt, was eine Kamera gut kann. Jetzt zu den Fällen, in denen sie nicht weiterkommt. „3D zeigt, was die Kamera nicht zeigen kann“ steht auf vielen Agentur-Seiten. Was das konkret heißt, zeigen unsere Projekte.

Zu klein, zu dünn, verschlossen oder unhörbar

Was im Trommelhacker DH 365 von Bruks Siwertell geschieht, sieht von außen niemand. Die am Rechner erzeugten Bilder (CGI) folgen dem Holz vom Einzug über die Messerverstellung bis zum Auswurf.

Das Pumpensystem von March Pumpen zeigen wir im Schnitt, weil die entscheidenden Vorteile im klassischen Produktbild kaum zu sehen sind. Schnittmodell und Explosionsdarstellung öffnen ein Gehäuse, ohne dass jemand eine Maschine zerlegen muss.

Für die Industrielack AG ging es um Hochleistungsbeschichtungen, die unsichtbar dünn sind und unter extremen Bedingungen arbeiten. Der Schichtaufbau liegt im Mikrometerbereich. Das lässt sich weder fotografieren noch in einem klassischen Dreh zeigen, also entstand der Schichtaufbau in 3D.

Schall lässt sich nicht filmen. Für Steffens Systems zeigt die 3D-Animation, wie die Evolutone-Lautsprecher ihren Klang gezielt durch einen Kirchenraum lenken.

Das Produkt gibt es noch nicht

Ein 3D-Film braucht kein fertiges Serienteil. Er braucht Konstruktionsdaten, Zeichnungen oder aussagekräftige Skizzen. Das Modell entsteht parallel zur Entwicklung, und ändert sich die Konstruktion, werden die betroffenen Baugruppen ausgetauscht. Bei FIUMU starten wir mit dem aktuellen Stand Ihrer Konstruktion. So kann der Film zum Launch oder zur Messe fertig sein, bevor das erste Serienteil vom Band läuft.

Unser Tipp: Legen Sie einen Konstruktionsstand fest, der für den Film gilt, und sagen Sie uns, welche Baugruppen sich noch ändern können. Am günstigsten sind solche Änderungen, bevor der Ablauf des Films feststeht.

Varianten und Kanäle aus einem Modell

Ein 3D-Modell wird einmal gebaut und danach immer wieder genutzt. Für Spiegel21 wechselt ein Waschtisch im Film Oberfläche und Maße wie im Konfigurator. Aus demselben Modell entstehen:

  • Film
  • Standbilder
  • Varianten
  • Bilder für den Shop
  • ein Loop für den Messestand
  • Inhalte für AR

Kommt später ein Kanal dazu, rendern wir ihn nach. Welche Arten von Animation daraus werden können, zeigt unsere Seite zur 3D-Produktvisualisierung.

Geht es Ihnen nur um Standbilder statt um Bewegtbild, ist die Frage eine andere: Rendering oder Fotoshooting. Den Vergleich finden Sie auf der Seite zum Produktrendering.

Gedreht, obwohl 3D möglich war

Eines vorweg: Alles lässt sich in 3D darstellen, auch Menschen, Lebensmittel, Wasser und Stoff. Es gibt bei uns keine Liste von Motiven, die grundsätzlich gedreht werden müssen. Die Entscheidung fällt nicht nach der Art des Motivs. Sie fällt danach, was der Zuschauer sehen soll und welcher Weg dorthin der kürzere ist. Deshalb verläuft die Grenze zwischen Dreh und 3D oft mitten durch einen Film.

Zwei Projekte zeigen, wie unterschiedlich die Aufteilung ausfallen kann. Für FEIG ELECTRONIC haben wir den Scanner HyWEAR compact in der Logistikhalle und im Studio gedreht und das 3D-Modell des Geräts dazu inhouse erstellt.

Im Imagefilm für SIEMAG TECBERG liegt das Gewicht stärker auf 3D. Wir haben mehrere Mitarbeitende am Standort Haiger durch die Phasen eines typischen Projekts begleitet, und ein großer Teil des Films entstand als 3D-Animation. Sie zeigt die Förderanlagen in ihren vielfältigen Einsatzgebieten. Dazu kamen Aufnahmen des Kunden und passendes Stockmaterial.

Und umgekehrt: Die Seitenkanalpumpe von SERO PumpSystems zeigt ihr Inneres in 3D, mit simuliertem Wasserfluss. Entscheidend war dort, den komplexen Aufbau und das Innere der Pumpe zu zeigen. Das zeigt keine Kamera.

CAD-Daten als Startpunkt

CAD-Daten sind der schnellste Start in einen 3D-Film, weil das Modell nicht von Grund auf neu aufgebaut werden muss. Gut aufbereitete 3D-Daten machen das Angebot kleiner. Ein fertiges Filmmodell sind sie trotzdem nicht.

Konstruktionsdaten sind für die Fertigung gebaut. Für den Film werden schwere Baugruppen auf das vereinfacht, was später im Bild zu sehen ist, und die Oberflächen bekommen Material und Farbe. Bei FIUMU stimmen wir die Vereinfachung mit Ihnen ab. Für Material und Farbe helfen ein RAL-Wert, ein Muster, Fotos oder Ihre Oberflächen-Spezifikation.

Ohne CAD-Daten geht ein 3D-Film trotzdem. Das Modell lässt sich aus technischen Zeichnungen, Datenblättern, Fotos oder einem Muster aufbauen, fehlende Maße werden nachgemessen. Bei FIUMU modellieren wir Ihr Produkt daraus. Weil das Modell dann erst entsteht, kostet die Produktion mehr Zeit und damit mehr Budget als mit sauberen CAD-Daten.

Welche Formate wir lesen und wie Sie Ihre Daten vertraulich übergeben, steht auf der Seite CAD-Visualisierung. Den Weg ohne Daten beschreibt 3D aus Fotos.

Eine Frage kommt in Gesprächen regelmäßig: Gehört uns das Filmmodell danach? Die Übergabe von 3D-Modell, Rohmaterial oder Projektdaten ist ein Buy-out, wie in der Branche üblich, und wird im Einzelfall besprochen.

Dreh und 3D in einem Film

Die Frage „Dreh oder 3D“ hat oft eine dritte Antwort. In Anfragen nennen Käufer den Wunsch nach einer Mischung aus Realfilm und Animation ausdrücklich, meist als Stilwunsch, bevor klar ist, was das für den Ablauf heißt.

Die Aufteilung ist einfach: Der Realfilm zeigt Ihr Unternehmen, Ihre Menschen und die Anwendung beim Kunden. Die 3D-Sequenz übernimmt dort, wo die Kamera nicht hinkommt: beim Innenleben einer Maschine, einem verdeckten Montageschritt oder dem Funktionsprinzip in Bewegung. Drei Projekte zeigen es:

  • Für Flowserve treffen Luftaufnahmen des Werks und Bilder aus Engineering und Fertigung auf die Dichtung Axialpac in 3D.
  • Für HEIM & HAUS zeigt die 3D-Animation das Dachfenster RENOLUX, während die gedrehten Szenen den Weg des Kunden von der Beratung bis zur Produktpräsentation abbilden.
  • Für Otto Quast kombinieren wir Drohnenaufnahmen der Anlagen mit 3D-Animationen der Bauprozesse im Inneren von Trinkwasserbehältern, die sonst verborgen bleiben.

Was diese Projekte gemeinsam haben, macht die Mischform planbarer, als sie klingt: Die 3D-Sequenz ist in der Regel ein eigener Abschnitt zwischen den gedrehten Bildern. Am Drehtag müssen wir dafür nichts Besonderes festhalten.

Die Ausnahme ist der seltenere Fall, dass ein 3D-Objekt in das gedrehte Bild eingesetzt werden soll. Dann setzen wir am Set Tracking-Marker, kleine Markierungen im Bild, an denen die Software später die Kamerabewegung nachvollzieht.

Bei FIUMU entstehen beide Teile inhouse, mit demselben Look, derselben Farbwelt und einem Ansprechpartner.

Kommt die Idee mit 3D erst nach dem Dreh, ist das eine neue Leistung. Für den Film ist es kein Problem. Bei FIUMU nennen wir Ihnen vorher Aufwand und Preis, und Sie entscheiden.

Wissen Sie es schon im Erstgespräch, nehmen wir die 3D-Sequenz gleich ins Angebot auf. Wie das mit dem Angebot mit Festpreis zusammenhängt, lesen Sie dort.

Wo bei Dreh und 3D die teure Entscheidung fällt

Ein Dreh bündelt den Aufwand auf wenige Tage. Davor stehen Konzept und Drehbuch, danach Schnitt, Farbe und Ton. Mit Ihrer Freigabe des Drehbuchs beginnt der Dreh. Eine Änderung im Drehbuch ist schnell gemacht. Dieselbe Änderung nach dem Dreh kann einen zusätzlichen Drehtag bedeuten.

Ein 3D-Film verteilt den Aufwand anders. Zuerst geben Sie Drehbuch und Styleframes frei, Standbilder, an denen Look, Farbe und Licht feststehen. Dann folgt die Greybox, das Animatic des 3D-Films: In der ersten Version sehen Sie den Ablauf in einfachen grauen Formen, in der zweiten die Kamerafahrten und genauen Bewegungen. Erst wenn beides freigegeben ist, bekommt das Modell Material und Licht, und der Film wird gerendert.

Eine Farbe lässt sich bis kurz vor dem finalen Rendering ändern. Ein neues Modell oder ein neuer Ablauf nach der Greybox bedeutet Mehraufwand, über den wir vorher mit Ihnen sprechen.

Für Sie übersetzt: Beim Dreh fällt die teure Entscheidung vor dem Drehtag, im Drehbuch. Bei 3D fällt sie vor dem Render, in der Greybox.

Dreh

  1. Konzept und Drehbuch
  2. Freigabe Drehbuch: Hier fällt die teure Entscheidung
  3. Dreh
  4. Schnitt
  5. Farbe und Ton

3D-Animation

  1. Drehbuch und Styleframes
  2. Greybox 1 (Ablauf in grauen Formen) und Greybox 2 (Kamerafahrten): Hier fällt die teure Entscheidung
  3. Material und Licht
  4. Finaler Render

Eine Farbe lässt sich bis kurz vor dem finalen Rendering ändern.

Bei FIUMU gibt es die Greybox seit 2022. Eingeführt haben wir sie, nachdem bei einem Projekt die Fachabteilung des Kunden den Ablauf erst im fertig gerenderten Film korrigiert hat. Seitdem sehen Sie den Ablauf, bevor er teuer wird.

ÄnderungswunschDreh3D-Animation
Andere Farbe oder Oberfläche des Produktsneuer Dreh mit der neuen Variantebis kurz vor dem finalen Rendering mit wenig Aufwand
Neue Perspektive oder zusätzliche Szenenur, wenn sie am Drehtag aufgenommen wurdeaus dem vorhandenen Modell, vor der Greybox am günstigsten
Anderer Ablauf des Filmsim Schnitt, soweit das Material es hergibtnach der Greybox Mehraufwand
Neue Produktvariante nach Monatenneuer Terminaus demselben Modell nachgerendert

In beiden Fällen gilt: Korrekturen im Rahmen Ihrer Freigaben sind unbegrenzt, und was freigegeben ist, bleibt Grundlage der nächsten Phase. Wie das im Einzelnen funktioniert, erklärt unsere Feelgood-Garantie.

Unser Tipp: Holen Sie früh alle dazu, die über das Ergebnis mitentscheiden, Konstruktion und Marketing gleichermaßen. In 3D-Projekten geben Technik und Marketing oft getrennt frei, und ein neuer Ablauf nach der Greybox kostet spürbar mehr Zeit.

Was die Vorbereitung in beiden Fällen umfasst, beschreibt unser Beitrag zur Pre-Production. Wovon der Preis abhängt, lesen Sie auf den Seiten zu den Kosten einer 3D-Animation und zu den Kosten eines Produktvideos.

Bei FIUMU arbeiten wir seit 2024 mit einer neuen Pipeline und Echtzeit-Rendering, das hat unsere 3D-Projekte spürbar schneller gemacht.

Wie lange ein Projekt im Ganzen dauert, lesen Sie im Beitrag zur Dauer einer Videoproduktion. Nach Absprache geht es auch schneller.

Entscheidungshilfe vor der Anfrage

Die Tabelle am Anfang sagt Ihnen, welcher Weg zu Ihrer Lage passt. Mit fünf Antworten aus Ihrem Unternehmen wird das erste Gespräch außerdem deutlich konkreter:

  1. Was soll Ihr Kunde nach dem Film verstanden haben? Wie das Produkt aussieht und im Einsatz arbeitet, oder wie es im Inneren funktioniert.
  2. Gibt es das Produkt schon in vorzeigbarem Zustand? Und kommt ein Filmteam dorthin, wo es arbeitet?
  3. Welche Daten liegen vor? CAD-Daten, Zeichnungen, Fotos, ein Muster.
  4. Wie viele Varianten, Sprachen und Kanäle soll der Film bedienen? Heute und im nächsten Jahr.
  5. Wer entscheidet mit? Konstruktion, Vertrieb, Geschäftsführung.

Keine Sorge, wenn Sie nicht auf alles eine Antwort haben. Die Fragen sortieren das Gespräch, eine Vorbedingung sind sie nicht.

Fazit: Die Machart folgt dem Ziel

Fest steht: Überzeugt Ihr Produkt von außen und im Einsatz, zeigt es die Kamera am besten. Liegt sein Vorteil im Inneren, ist er unsichtbar oder gibt es das Produkt noch nicht, zeigt ihn die 3D-Animation. Und oft erzählt ein Film beides, mit einer 3D-Sequenz zwischen den gedrehten Bildern.

Ihre CAD-Daten liegen schon vor? Dann laden Sie sie auf der Seite CAD-Visualisierung hoch, unser 3D-Team sieht sie sich an und schickt Ihnen ein kostenloses Angebot. Sie sind unsicher, welcher Weg zu Ihrem Produkt passt? Dann sprechen Sie mit uns. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, und Sie erfahren darin, ob wir für Ihr Produkt drehen, rendern oder beides verbinden würden. Anfragen lohnt sich!

Häufige Fragen

Ist ein 3D-Film günstiger als ein Dreh?

Nicht automatisch. Es hängt vom Produkt, vom Einsatz und von der Zahl der Fassungen ab. Beim Dreh bestimmen Drehort, Zahl der Drehtage und der Umfang des Konzepts den Aufwand, also etwa Darsteller oder eine angemietete Location. Bei einer 3D-Animation zählen Länge, Detailtiefe, Zahl der Szenen und der Aufwand, Ihre Daten für den Film aufzubereiten. Gut aufbereitete CAD-Daten senken diesen Aufwand spürbar, weil wir das Produkt nicht von Grund auf nachmodellieren müssen. Bei einem einzelnen Film über ein fertiges Produkt entfällt beim Dreh der Modellbau. Das Modell rechnet sich bei Produkten mit vielen Varianten oder häufigen Updates: Neue Varianten, Perspektiven und Hintergründe entstehen dann aus demselben Modell, während eine neue Produktvariante beim Dreh einen neuen Termin braucht. Konkrete Preisfaktoren finden Sie auf unseren Kosten-Seiten zur 3D-Animation und zum Produktvideo. Ein Angebot mit Festpreis bekommen Sie nach dem Erstgespräch, verbindlich wird der Preis mit dem bestätigten Angebot.

Wir haben keine CAD-Daten. Geht ein 3D-Film trotzdem?

Ja. CAD-Daten sind die schnellste Grundlage, eine Voraussetzung sind sie nicht. Wir modellieren Ihr Produkt aus technischen Zeichnungen, Datenblättern, Fotos aus mehreren Blickwinkeln oder einem physischen Muster. Unser 3D-Team digitalisiert, was vorliegt, und misst fehlende Maße nach. Größere Objekte, die sich nicht verschicken lassen, erfassen wir per LiDAR-Scan oder Fotogrammetrie. Welcher Weg passt, hängt von Größe und Detailgrad Ihres Produkts ab. Für Farbe und Oberfläche helfen ein RAL-Wert, ein Materialmuster, Fotos oder Ihre Oberflächen-Spezifikation. Beide Wege führen zu einem fotorealistischen Ergebnis. Der Unterschied liegt im Aufwand: Weil das Modell erst aufgebaut werden muss, kostet die Produktion mehr Zeit und damit mehr Budget als mit sauberen CAD-Daten. Steht Ihr Produkt fertig in der Halle und überzeugt von außen, kann in diesem Fall auch der Dreh der kürzere Weg sein. Welche Unterlagen wir für eine Einschätzung brauchen, steht auf unserer Seite 3D aus Fotos.

Unser Produkt ist noch in der Entwicklung. Können wir trotzdem schon einen Film bekommen?

Ja, und das ist einer der größten Vorteile der 3D-Animation. Ein Dreh braucht ein vorzeigbares Produkt, ein 3D-Film braucht Konstruktionsdaten, Zeichnungen oder aussagekräftige Skizzen. Wir starten mit dem aktuellen Stand Ihrer Konstruktion und bauen das Modell parallel zur Entwicklung auf. Ändert sich ein Bauteil, tauschen wir die betroffenen Baugruppen aus. Wichtig ist der Zeitpunkt: Am günstigsten sind Änderungen, bevor der Ablauf des Films in der Greybox feststeht. Danach steht der Ablauf, und ein neues Modell bedeutet Mehraufwand, über den wir vorher mit Ihnen sprechen. Legen Sie deshalb einen Konstruktionsstand fest, der für den Film gilt, und sagen Sie uns, welche Baugruppen sich noch ändern können. So haben Marketing und Vertrieb zum Launch oder zur Messe einen Film, auch wenn das erste Serienteil noch nicht vom Band gelaufen ist. Nennen Sie uns den Termin gleich im ersten Gespräch, dann planen wir die Freigaben rückwärts von diesem Tag.

Lassen sich Realfilm und 3D-Animation in einem Film verbinden?

Ja, und bei technischen Produkten ist das oft der beste Weg. Der Realfilm zeigt Ihr Unternehmen, Ihre Menschen und die Anwendung beim Kunden. Die 3D-Sequenz übernimmt dort, wo die Kamera nicht hinkommt: beim Innenleben einer Maschine, einem verdeckten Montageschritt oder dem Funktionsprinzip in Bewegung. Für Flowserve haben wir Luftaufnahmen des Werks und Bilder aus Engineering und Fertigung mit der Dichtung Axialpac in 3D verbunden. Für HEIM & HAUS zeigt die Animation das Dachfenster RENOLUX, die gedrehten Szenen bilden den Weg des Kunden von der Beratung bis zur Produktpräsentation ab. In der Regel ist die 3D-Sequenz ein eigener Abschnitt, für den am Drehtag nichts Besonderes festgehalten werden muss. Soll ein 3D-Objekt ins gedrehte Bild eingesetzt werden, setzen wir am Set Tracking-Marker. Beide Ebenen entstehen inhouse, mit demselben Look und einem Ansprechpartner. Wissen Sie schon im Erstgespräch, dass Sie beides brauchen, nehmen wir es gleich ins Angebot auf.

Unsere Konstruktion ist vertraulich. Was bekommt die Agentur zu sehen?

So viel, wie Sie freigeben. Eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) unterschreiben wir auf Wunsch, bevor Sie uns Daten schicken. Die Daten tauschen wir verschlüsselt über die Cloud und nutzen sie ausschließlich für Ihr Angebot und Ihr Projekt. Soll das Innenleben Ihres Produkts vertraulich bleiben, schicken Sie uns eine abgespeckte Hülle ohne innere Bauteile. Für ein Angebot reicht das oft, und für einen Film, der das Produkt von außen und in Bewegung zeigt, ist es eine brauchbare Grundlage. Soll der Film dagegen gerade das Innere erklären, legen wir gemeinsam fest, welche Baugruppen gezeigt und welche vereinfacht werden. Vereinfachen heißt dabei auch: Was im Film zu sehen ist, muss nicht der Fertigungsstand sein. Beim Dreh stellt sich die Frage anders. Dort entscheiden Sie am Drehtag, was die Kamera sehen darf und welche Bereiche der Halle im Bild bleiben. Sprechen Sie das Thema am besten gleich im ersten Gespräch an, dann planen wir es von Anfang an mit ein.

Sieht der Zuschauer einem 3D-Film an, dass er am Rechner entstanden ist?

Bei technischen Produkten mit harten Oberflächen meist nicht mehr. Metall und Kunststoff rendern wir so präzise, dass Ihre Kunden Foto und Rendering nicht unterscheiden können, und eine Pumpe, als 3D-Modell in eine Industriehalle gestellt, wirkt wie fotografiert. Grundsätzlich lässt sich alles in 3D darstellen, auch Menschen, Lebensmittel oder Stoffe. Ob wir ein Motiv rendern oder drehen, entscheidet deshalb nicht die Art des Motivs. Es entscheidet, was der Zuschauer sehen soll und welcher Weg dorthin der kürzere ist. Für FEIG ELECTRONIC kamen die Aufnahmen aus Logistikhalle und Studio, das 3D-Modell des Geräts aus dem Rechner. Im Imagefilm für SIEMAG TECBERG entstand ein großer Teil als 3D-Animation, dazu kamen Aufnahmen des Kunden und Stockmaterial. Sehen wir im Erstgespräch, dass ein Motiv gedreht schneller und überzeugender zum Ziel führt, sagen wir Ihnen das vorher und schlagen vor, diesen Teil zu drehen. Wo bei Ihrem Produkt die Aufteilung liegt, lässt sich meist schon an einem Foto und Ihrem Ziel erkennen.

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Jan-Christopher Föst

Über den Autor

Jan-Christopher Föst

Jan-Christopher Föst ist Gründer und Geschäftsführer der FIUMU GmbH und verantwortet seit 2016 die strategische Ausrichtung der Videoproduktionen – von der ersten Idee bis zur Distribution. Sein Fokus liegt auf Imagefilmen und Erklärvideos für B2B-Unternehmen, die nicht nur gut aussehen, sondern messbar wirken. Mit über 2.500 produzierten Videos und 450+ Kunden kennt er die Stellschrauben, die aus einem Unternehmensfilm ein echtes Marketing-Asset machen.

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